Mittwoch, 12. Oktober 2011

.. Tag 3 ...

Was haben Pfeilschwanzkrebse, Spinnen, Stessgehirne und Microskope gemeinsam ?
Sie Alle habe ich heute auf eine ganz besondere Art und Weise kennengelernt - auf der Biotechnica in Hanover. Eine Messe für alles was das Biologenherz begehrt und natürlich waren wir dort auch vertreten.

Natürlich habe ich eine menge über unsere Mikroskope und über die Konkurenz gelernt, aber das war nicht das einzige :

Am Stand des Landes Niedersachsen war ein Aussteller für  das Thema Wiederherstellungschirurgie die ein Terarium an Ihrem Stand hatten. Mein erster Gedanke war" nein bitte keine Mäuse" aber der Inhalt war ganz anders: Zu sehen war eine Spinne, mittelgross, nicht behaart die aussah wie eine zu groß geratene Hausspinne. Auf meine Frage was es mit der Spinne auf sich hatte bekam ich promt eine sehr nette Erklärung: Die Spinnen (Nephila clavipes) werden ohne Terarium freilebend im Labor gehalten. Da sie sehr verträglich sind sind das so an die 40 Stück, denn abgesehen hat man es auf Ihre Netze die bis zu einem Meter durchmesser haben.


Die Netze bestehen quasie aus einer art Spinnen Seide die in der WiederherstellungsChirurgie als Nervenersatz verwendung findet. Ich fand das extrem spannend, denn Nervenphasern wiederherzustellen und dann auch noch aus Spinnenweben finde ich Großartig. Die Tiere werden eigens dafür gezüchtet, was bedeutet das sie nicht in der Natur gefangen werden, und sie müssen nicht getötet werden was ein schöner Effect ist.
Natürlich gab es auch eine menge an Werbegeschenken an den Verschiedenen Ständen und so gab es einen Stessball in form eines Menschlichen Gehirns in Regenbogenfarben Geschenkt.

Und zu guter letzt zu den Krebsen:
An einem Stand waren Plüsch Krebse zu finden, und ne menge Bilder sowie einige versteinerte Exemplare. Quasie ein Krebsstand. Wieder war meine Neugiere geweckt, und ich fragte Kurzerhand was denn Krebse mit dem Thema der Messe zu tun hätten. Ein freundlicher Mitarbeiter klärte mich auf: Es sind spezielle Krebse diese Pfeilschwanz Dinger die in etwa so aussehen wie die Urzeitkrebse aus den YPS Heften, nur das sie um ein Vielfaches Grösser sind.


Forscher haben irgendwann rausgefunden, das Ihr Blut gerinnt wenn es auf Endotoxine Bakterien trifft. Eben dieses macht man sich nun bei einem Test zu nutze: Früher hat man, bevor ein Medikament zugelassen wurde, es einem Kaninchen gespritzt um zu sehen ob es Fieber bekommt oder schlimmeres. Natürlich waren die Tage des Kanninchens dann gezählt. Heute testet man es mit Hilfe des Blutes dieser 440 Millionenjahre alten Krebse, das Ihnen abgenommen wird ( eine Blutspende Quasie), dazu werden sie gefangen, und nach der Blutspende werden sie wieder frei gelassen. So muss auch hier der Krebs nicht sterben. Aus dem Blut wird wiederum ein Gel gewonnen, das dann zum testen eingesetzt wird. Eine überaus interesannte Sache und sehr schonened für Mensch und Tier. Die Krebse stehen übrigens seid dem Jahr 2000 unter einem besonderen Schutz, und dürfen nicht mehr bejagt werden, oder gar getötet :-)

Soviel von der Biotechnica :-)