Mittwoch, 14. Dezember 2011

Eine Woche voller entbehrungen... Kapitel Vier :

48 Stunden ohne Klamotten oder des Kaisers neue Kleider

Dont`s kurz und Knapp:
-keine Kleidung tragen
-weder Hosen noch Hemden noch Badeanzüge sind erlaubt
-auch keine Schuhe oder Gummistiefel

Vorbereitung:
-ein Saunagang um sich noch mal richtig aufzuwärmen und sich mit dem Nackten schon mal an zu freunden
-Vorher genug Zigaretten und Café besorgen
-die Heizungen alle was höher stellen
-ein Flasche Whisky um ne ausrede zu haben

Start Freitag morgen um 05:00 Uhr

05:00 Uhr der Wecker Klingelt.

Fein danke ich, hatte ich ja in der Nacht extra noch ein paar Klamotten angezogen damit ich mich jetzt feierlich wieder ausziehen kann. Also einmal alles Nackich machen.

Soweit so gut. Natürlich habe ich mir für Heute extra einen Tag Urlaub genommen, und so muss ich nur mit dem Hündchen Raus, und die Hühnchen rauslassen.

Also erst mal runter getapst, ins Bad, auf dem weg dorthin schnell nen Café an geschmissen.

Ich erinnere mich an meine 48 Stunden ohne Wasser und bin irgendwie echt froh das hinter mir zu haben. Ich mache den kleinen Heizlüfter noch zusätzlich an und springe unter die Dusche

Kurzzeitig kommt mir der Gedanke ob wohl Handtücher erlaubt sind, oder gar Bademäntel, aber ich verwerfe den Gedanken wieder, nein das ziehe ich jetzt gnadenlos durch.

So wie mich Gott geschaffen hat, im Adamskostüm quasi.

Ahh ein Spiegel, ich betrachte mich und denke an Vampire die sich ja im Spiegel nicht selber sehen können, und im Moment beneide ich sie ein wenig.

Gut ich gebe zu ein bisschen seltsam ist mir schon zu mute, hier in meinen eigenen vier Wänden Nackt rum zu laufen, aber irgendwie finde ich das auch voll Cool.

Schnell mal die Treppe hoch und wieder runter gejogged. Ja das hat was.

Also heute steht an der Hausputz, als starte ich den Staubsauger und mache mich frisch und sehr unbekleidet ans Werk.

Nach gefühlten 3 Stunden bin ich endlich fertig mit dem Gröbsten. Da klingelt es an der Tür. Verdammt, geht es mir durch den Kopf. Der Briefträger!

Nützt alles nix, also zur Tür und ja und was? Ich schreie fix ein Komme Gleich Richtung Tür und fühle mich gerade wie ein aufgeregtes Hühnchen. Gut ich glaube meine Hüher hat mein Anblick heute morgen in der Dunkelheit nicht von der Stange gerissen, aber was mache ich jetzt ?

Ich gehe zur Tür und versuche mich so halb hinter Ihr zu verstecken und schaue verstört einem lächelnden Briefträger ins Gesicht. Er hat ein Paket (ich denke so : Hey cool) aber das ist nicht für mich (ich denke so: doof) und fragt ganz nett ob ich es für meine Nachbarn annehme. Natürlich denke ich jetzt gerade nix, und sage nett " ja klar", unterschreibe brav und mit ziemlichen Verrenkungen den voll elektronischen quittier Block, nehme das kleine Päckchen und schließe nach einem "schönen Tag noch" die Tür.

Hätte ich gedacht, wäre mir aufgegangen das meine Nachbarn ja das Paket auch wieder bei mir abholen müssen. Wieder entweicht mir ein Verdammt! und mir schwant schon jetzt das es nicht das letzte mal heute sein wird.

Ich beschließe mich in die Bibliothek zurückzuziehen und ein wenig zur geistigen Entspannung zu lesen und so vergehen weitere unbekleidete Stunden mit lecker Tee und einer sehr netten Lektüre.

Mittlerweile ist es draußen schon wieder Dunkel also tapse ich in den Garten und die Hühner wieder reinzubringen und eine runde mit dem Hündchen zu laufen. Erst bin ich da was zögerlich weil ich ja auch nix an den Füßen trage, und ganz im ernst nach dem Regen ist es einfach echt Ekelich durch den Matsch zu laufen, aber ich gewöhne mich recht schnell an das sanfte feuchte Gefühl unter meinen Fußsohlen. Außerdem bilde ich mir gerade ein das das voll gesund ist. Trudi hat spass und mir begegnet niemand, keine Menschen Seele. Ich bin zugegeben auch erleichtert, aber eigentlich wäre mir das auch egal gewesen. Quasi beides.

Wieder zu hause mache ich meine und Trudis Füße/Pfoten schnell sauber und setze mich vor die Heizung weil mir jetzt wirklich kalt geworden ist. Obwohl ich genug Adrenalin in mir hatte um ein ganzes Dorf zu versorgen.

Nach dem ich mich wieder aufgewärmt habe beschließe ich mich schnell um was zu essen kümmern und schwinge in der Küche den Kochlöffel. Nudeln nackt zu kochen ist jetzt auch kein wirkliches Highlight aber witzig anzusehen. Ich habe tatsächlich spass daran mich völlig frei und ohne Klamotten zu bewegen.

Ich muss unweigerlich an die ganzen Nackten Naturvölker denken und an Adam und Eva die ja auch Nackt waren. Mehr Nackte fallen mir gerade nicht ein und so esse ich erstmal ein wenig.

Mein Abendprogramm besteht aus lesen und Teetrinken.

Da es keine weiteren Zwischenfälle gibt bzw zu befürchten sind, verziehe ich mich ins Schlafgemach und schlafe sehr schnell ein. Natürlich nackt.

Als ich am nächsten Morgen aufwache will ich mir schon schnell ein paar Socken anziehen, erinnere mich aber früh genug an weitere 24 Stunden absoluter Nacktheit. Um diesmal wirklich alles richtig zu machen, trage ich auch keinen schmuck, nicht mal ein Parfum.

Der Tag beginnt wie eigentlich jeder Tag mit meiner geliebten Routine: Erst das Hündchen dann die Hühnchen, aber ich bin noch was müde und so beschließe ich mich einfach mit dem Hündchen und einem Café noch ein wenig auf die Couch zu dummeln bevor ich mir den Samstag vornehme.

Geweckt werde ich von der Klingel, und ja es sind meine Nachbarn die ein Paket abholen wollen. Ich öffne die Tür einen kleinen Spalt, schaue raus und wünsche ein freundlichen "Hallö", überreiche das Paket und entschuldige mich aber "ich bin Grad beschäftigt" einfach nur weil ich jetzt nicht Stunden lang Nackt an der offenen Tür stehen will und verschwunden sind die Nachbarn wieder und meine Tür zu.

Zur Abwechselung Klingelt das Telefon. Meine Freundin die wissen will wie es läuft und wie es so ist, nun ja sage ich "nackt ists ".

Ich hatte bestimmt schon mal bessere Ideen, aber auch schlechtere und bis hierhin finde ich meine Natürliche Nacktheit noch ganz spannend.

Nach dem Telefon Gespräch beschließe ich einfach mal eben alles Nackt zu machen: Nackt Blumen gießen, ins Internet gehen, Gitarre zu spielen, mich mal überall draufsetzen, durch alle Räume zu wandeln, mein Bett zu machen und zu spülen.

Es macht alles absolut keinen unterschied, bis auf das man beim Bettenaufschütteln den Luftzug spürt, beim Spülen sehr nass werden kann und man beim Wäschewaschen denkt "nur mal schnell überstreifen". Aber ich bleibe tapfer. Ich trage nichts. Nach einer weiteren Runde mit Trudi wo mir wieder niemand, wirklich niemand begegnet beschließe ich schnell ins Bettchen zu gehen, damit mir warm wird und noch ein wenig zu lesen ... und dabei sanft ein zu schlafen.

Ende Sonntag morgen um 05:00 Uhr

05:00 Uhr der Wecker Klingelt.

Fein denke ich aber ich habe ja immer noch meine Klamotten an. Also das übliche was ich eben zum schlafen trage. Ich schaue auf meinen Kalender. Freitag der 09.12.2011. Verdammt ich muss aufstehen und zu Arbeit. Man was hatte ich für einen Verrückten Traum. Das Studien Projekt meiner Freundin unterstützen ... 48 Stunden ohne ... Ohne Klamotten .. hmm zur Sicherheit inspiziere ich den Boden, aber leider habe ich auch die Putzerei nur geträumt ...